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Import eines deutschen Gebrauchtwagens nach Österreich (Eigenimport)

Stand: Februar 2014

Betreffend NoVa und Co2 Abgabe neu ab März 2014: Für Gebrauchtwagenimporte innerhalb der EU ändert sich erfreulicherweise NICHTS - es bleibt alles gleich wie bisher!

siehe Bericht von Nova-Rechner.at

- Danke an Max von Nova-Rechner.at für die Zusammenfassung!




Da ich mich mit dem Fahrzeugeigenimport bereits seit 2004 beschäftige und seither 10 Autos aus Deutschland importiert habe, werde ich natürlich häufig gefragt, wie das Ganze eigentlich genau vor sich geht und was dabei besonders zu beachten ist. Aus diesem Grund habe ich eine kleine Zusammenfassung aller wichtigen Dinge, die mir eingefallen sind, gemacht und hoffe Euch damit ein wenig helfen zu können!



Wozu eigentlich ein gebrauchtes Auto aus Deutschland holen?



Vorab eine wichtige Anmerkung zum Gebrauchtwagen:

Ein KFZ gilt als Gebrauchtwagen, wenn das Fahrzeug mehr als 6.000 km zurückgelegt hat und die erste Inbetriebnahme zum Zeitpunkt des Erwerbs mehr als sechs Monate zurückliegt. Erfüllt das KFZ diese Kriterien nicht, wird es beim Eigenimport vom Finanzamt als Neuwagen behandelt. Zusätzlich zu NoVa und Co2 Steuer (siehe weiter unten) wird die österreichische Mehrwertssteuer fällig!

Der deutsche Automarkt ist riesig im Vergleich zum österreichischen und ich denke dass jeder Kaufinteressierte, der mal einen Blick in deutsche KFZ-Börsen wagt, sein nächstes Auto mit 90%iger Wahrscheinlichkeit dort auch kaufen wird.

In Deutschland gibt es erstens eine viel größere Auswahl bezüglich Ausstattung und auch der preisliche Unterschied ist nach wie vor nicht außer Acht zu lassen.



Wo überhaupt suchen & finden?



Anbei ein paar Links zu wichtigen Gebrauchtwagenbörsen:

  • http://www.mobile.de

  • http://www.autoscout24.de

  • http://www.webauto.de

  • http://www.gebrauchtwagen-zeitung.de/

  • http://www.gebrauchtwagen.de/



  • Natürlich gibt es auch hier private sowie gewerbliche Verkäufer. Ich habe schon sowohl von privat als auch von gewerblich gekauft und dabei nie Probleme gehabt. Ratsam ist es natürlich trotzdem, das Auto von einem seriösen Händler zu beziehen.

    Empfehlenswert ist es natürlich, nach KFZ Ausschau zu halten, welche als "unfallfrei" deklariert sind. Doch hier ist darauf zu achten, dass seriöse Händler ab einem gewissen Reparaturwert der Karosserie dies im Kaufvertrag gesetzlich angeben MÜSSEN, auch dann, wenn es sich nur um einige kleine Parkdellen handelt (viele Händler lassen diese vor dem Verkauf reparieren). In einem solchen Fall sollte man den Sachverhalt natürlich möglichst genau hinterfragen.

    Vorsicht bei umgebauten oder getunten Autos:
    Die Typisierungsbestimmungen in Deutschland sind (leider) anders als die in Österreich!!!
    Auch wenn diverse Umbauten in Deutschland einwandfrei typisiert und eingetragen sind, in Österreich verfällt dies gänzlich! Das Fahrzeug muss bei der in Österreich anstehenden Konformitätsprüfung in einwandfreiem und serienmäßigen Zustand sein! Jeder in Deutschland vorgenomme Umbau muss in Österreich komplett neu eingetragen werden!



    Gefunden - und nun?



    Hat man sein Objekt der Begierde erst mal gefunden, ist die Kontaktaufnahme zum Händler - und zwar am besten gleich per Telefon. Geht schneller und einfacher als per Mailverkehr.
    Großartige Überprüfungen sind hier natürlich nicht drin. Mit einer halbwegs guten Menschenkenntnis kann man den Verkäufer nichts desto trotz ein wenig einschätzen - was einem bei der Entscheidung "Soll ich oder soll ich nicht?" natürlich durchaus weiterhelfen kann.

    Nichts desto trotz gilt: Vertraue keinem blind!

    Daher sollte ein Auto nie komplett im Vorhinein bezahlt werden!!!
    Selbst wenn ein paar Hundert Kilometer dazwischen liegen, gilt hier: Erst hinfahren und anschauen! Besonders wenn es sich um ein Auto handelt, dass schon ein paar Jährchen bzw eine höhere Kilometerleistung am Buckel hat.

    Wer ganz sichergehen will, kann im Vorhinein per Fax einen Vorvertrag mit dem Händler abschließen und eventuell auch eine Anzahlung leisten (10% des Kaufpreises sollten auf alle Fälle ausreichen). Natürlich mit der schriftlichen Anmerkung, dass sich das Auto im beschriebenen Zustand befinden und die Kilometerangabe stimmen muss. Ich persönlich habe es fast immer so gehandhabt, weil mir das Risiko zu groß war, vielleicht am Ende umsonst hinzufahren weil das Auto in der Zwischenzeit verkauft wurde. Natürlich hängt es wie gesagt stark davon ab, wie alt das Auto und wie hoch die Laufleistung ist. Meine letzten Autos waren meist im neuwertigen Zustand und hatten sogar noch Herstellergarantie, von dem her war es kein Problem einen verbindlichen Vorvertrag abzuschließen.



    Vor dem Reiseantritt



    Bevor man sich zum Kauf entscheidet, sollten vor allem die finanziellen Dinge abgeklärt werden.
    Deutsche Gebrauchtwägen sind zwar nach wie vor um einiges günstiger als in Österreich, durch die vielen Nebenkosten und Nachzahlungen, die in Österreich fällig sind, bringt es meist allerdings nur noch einen geringen finanziellen Vorteil für den Käufer.

    Nebenkosten und Nachzahlungen
  • Fahrt- bzw Flugkosten

  • Überstellungsgebühren (Kennzeichen, Versicherung, Treibstoff)

  • §57a Überprüfung in Österreich inkl. Typenschein oder Einzelgenehmigung

  • Nova

  • CO2 Abgabe

  • Eventuelle Dieselpönale (die im Falle eines Partikelfilters aber meist wieder wegfällt bzw ausgeglichen wird)

  • Vignette




  • Wie komme ich hin?



    Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • per Flugzeug

  • per Zug

  • mit dem Auto und einer Begleitperson

  • mit dem Auto und einem Anhänger


  • Aus persönlichen Erfahrungen kann ich nur sagen dass Fliegen bisher die bequemste Variante war (per Oneway-Ticket hinfliegen und mit dem Auto heimfahren).

    Hilfreiche Links dazu:

  • Swoodoo

  • Checkfelix.at

  • Aua.com

  • Viennaairport

  • Flughafen.at


  • Natürlich bringt das natürlich das Risiko mit sich, dumm dazustehen falls das Auto aus irgendeinem Grund doch nicht gekauft werden kann.
    Nichts desto trotz kann ich diese Variante durchaus empfehlen.

    Das Mitnehmen einer zweiten Person ist übrigens durchaus empfehlenswert - auch wenn man sich für die Option Fliegen entscheidet.

    Perfekt wäre es hier natürlich, wenn der Reisebegleiter ein technisch versierter Mensch wäre (Optimum: Automechaniker ) der das zukünftige Auto gleich ein wenig unter die Lupe nehmen kann.

    Bei den Dokumenten lautet die Devise: Besser zuviel als zu wenig!
    Dokumente die man auf alle Fälle mitnehmen sollte:

  • Personalausweis, besser Reisepass

  • Führerschein

  • Meldezettel

  • Vignette

  • und natürlich nicht zu vergessen: Bargeld (meistens wird in bar bezahlt)




  • Wie wird das Auto überstellt?



    Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • mit Überstellungskennzeichenn mit gelbem Datumsfeld (auch Kurzzeitkennzeichen genannt)

  • mit Überstellungskennzeichen mit rotem Datumsfeld (auch Zoll- oder Ausfuhrkennzeichen genannt)

  • eventuell mit ausgeborgten Probefahrtskennzeichen vom Händler selbst


  • Die beste Variante wäre die Überstellung mittels deutschen Zoll- oder Ausfuhrkennzeichen, die vor Ort von jeder Zulassungsstelle oder vom Verkehrsamt ausgestellt werden. Hier ist natürlich nicht zu vergessen, dass die Ämter nur unter der Woche bis ca 16 Uhr (in den verschiedenen Städten und Orten unterschiedlich, am besten vorher die Öffnungszeiten abklären!) zur Verfügung stehen!
    Vorteil: Diese Zollkennzeichen gelten auch in Österreich und man hat vollen Versicherungsschutz (Haftpflicht).

    ich gehe weiter unten beim Punkt „Die Beantragung von Zoll- oder Kurzzeitkennzeichen“ noch näher auf den behördlichen Ablauf und die Unterschiede zwischen den Kennzeichen ein.

    Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich, das Auto mit einem Anhänger abzuholen. So fällt die Rennerei auf den Ämtern gänzlich weg.


    Das Überstellen eines deutschen Fahrzeuges mit blauen Probefahrtskennzeichen aus Österreich ist NICHT erlaubt!
    Es besteht hier KEIN Versicherungsschutz, außerdem ist die Gefahr, von der deutschen Exekutive erwischt zu werden, mehr als groß. Und spätestens dann ist die Reise zu Ende. Abgesehen davon wird zusätzlich ein Exekutionsverfahren eingeleitet, was natürlich alles andere als angenehm ist.

    Achtung, hierzu gibts einen interessanten Link!!!

    Link Überstellung mit Probefahrtskennzeichen


    Diesen Link habe ich heute, 25.12.2010, von einem Freund erhalten, ich wage es aber zu bezweifeln, dass sich bezüglich Probefahrtskennzeichen beim Überstellen etwas geändert hat.

    Sind all diese Dinge erst mal abgeklärt, kanns auch schon losgehen..



    Beim Händler



    Das Fahrzeug sollte erst mal genau inspiziert und auf die in der Verkaufsbeschreibung angegebenen Dinge überprüft werden.
    Der Händler sollte dafür auch anstandslos eine Hebebühne und eventuell einen Schichtdickenmesser für den Lack des Wagens zur Verfügung stellen.

    Wenn alles ok ist und man sich preislich einigen konnte (manche Leute verhandeln gern und tun das dann auch nochmal vor Ort), kann der Kaufvertrag abgeschlossen werden.
    Hier ist schon im Vorhinein zu hinterfragen, ob die Mehrwertssteuer ausweisbar ist, da die Nova welche beim österreichischen Finanzamt zu bezahlen ist, bei einem Händlerverkauf vom Nettoverkaufspreis berechnet wird. Auf diesem Kaufvertrag sowie der Rechnung wird die MwSt zB ausgewiesen. Hier ein Beispiel eines Kaufvertrages, auf dem die MwSt nicht ausgewiesen ist, hier gilt Brutto = Netto.
    Der Händler muss sowohl den Fahrzeugbrief als auch den entwerteten Fahrzeugschein (der bei der Beantragung von Überstellungskennzeichen von der Zulassungsstelle eingezogen wird) übergeben. Auch eine Übereinstimmungserklärung, auch "COC" genannt, wird oft übergeben, bei Fahrzeugen die nach 1997 gebaut wurden, jedoch eigentlich nicht mehr benötigt.

    Garantie - ja oder nein?


    Bezüglich Garantie oder Gewährleistung sind Händler oft sehr unterschiedlich.
    Manche geben so oder so europaweite Gewährleistung, manche bieten diese extra an - in diesem Fall erhöht sich meist der Kaufpreis des KFZ.
    Es gibt aber wiederum auch Händler, die KFZ - besonders wenn diese exportiert werden - ausschließlich ohne Garantie verkaufen. Hier ist natürlich Vorsicht geboten. Verzichtet man tatsächlich auf die Garantie, ist ein niedrigerer Kaufpreis auf alle Fälle ein Muss!



    Die Beantragung der Zoll- oder Kurzzeitkennzeichen



    Meistens entscheidet man sich, das Auto mit deutschen Zollkennzeichen zu importieren.
    Diese Variante ist meiner Meinung nach auch die beste und empfehlenswerteste.

    Gemacht wird das auf der Zulassungsstelle und bei den in der Nähe angesiedelten Schildermachern (neben der Zulassungsstelle gibt es je nach Größe der Stadt 1 - 3 Schildermacher).

    Dokumente die hierfür benötigt werden:

  • Personalausweis oder Reisepass

  • eventuell Meldezettel

  • Kaufvertrag

  • Fahrzeugbrief vom abgemeldeten (!) KFZ

  • gültiger TÜV-Bericht des KFZ (wird nur für rote Überstellungskennzeichen benötigt)


  • Es gibt wie bereits erwähnt zwei verschiedene Varianten von Überstellungskennzeichen:

    Die sogenannten "Kurzzeitkennzeichen" mit gelbem Datumsfeld, welche 5 Tage gültig sind. Ein gültiger Tüv-Bericht ist hier nicht notwendig. Hier gibts auch ein Bild dazu.

    Siehe dazu Link Kurzzeitkennzeichen

    Auf der Seite Transit-Plate können übrigens Kurzzeitkennzeichen für alle Antragsteller bzw. Halter mit ausländischer Adresse online bestellt und an eine beliebige EU-Adresse geliefert werden.

    Die zweite Variante sind die sogenannten "Zoll- oder Ausfuhrkennzeichen" (rotes Datumsfeld), welche 15 Tage gültig sind.
    Ein gültiger Tüv-Bericht ist hierfür erforderlich. Die Kosten sind etwas höher als die bei den gelben Kennzeichen.

    Siehe dazu Link Zoll- oder Ausfuhrkennzeichen und hier

    Bis 2010 war es üblich, die Kennzeichen mit dem roten Datumsfeld zu verwenden. Laut Auskünften aus Deutschland hat sich hier bei der Abwicklung aber ein wichtiger Faktor geändert: offensichtlich fällt nun zusätzlich auch der Weg zum Finanzamt an, was das ganze Vorgehen natürlich um einiges erschwert.
    Aus diesem Grund wird heutzutage eigentlich nur noch die Variante mit den gelben Kennzeichen gewählt. Ich persönlich bevorzuge diese ebenfalls, da man fürs Anmelden in Österreich mittlerweile oft nur noch 2-3 Tage benötigt (was vor einigen Jahren ja leider nicht der Fall war).

    So sehen Zollkennzeichen aus. Das Ablaufdatum ist im roten Feld seitlich eingestanzt und somit sofort ersichtlich.



    Der Ablauf



    Der erste Weg geht erst mal zum Schildermacher.
    Dort wird erst mal eine Kurzzeitversicherung für 15 Tage abgeschlossen (Kostenpunkt 70 - 80 Euro).

    Mit dieser Versicherungsbestätigung geht‘s dann zur Zulassungsstelle.
    Dort müssen diverse Formulare ausgefüllt und Dokumente entgegengenommen werden.
    Anschließend legt die Zulassungsstelle in einem Schreiben an den Schildermacher ein Kennzeichen fest.

    Mit jenem Schreiben geht‘s wieder ab zum Schildermacher, wo das Kennzeichen an Ort und Stelle gestanzt wird.

    Mit dem fertigen Kennzeichen macht man sich schließlich wieder auf den Weg zur Zulassungsstelle Dort ist dann nochmal eine Bearbeitungsgebühr zu entrichten.
    Ein Mitarbeiter vom Verkehrsamt überprüft anschließend die Fahrgestellnummer direkt am KFZ und vergleicht diese mit der angegebenen Fahrgestelnummer in den Dokumenten.
    Stimmt dies überein, werden ein Fahrzeugschein für die Überstellungskennzeichen sowie Versicherungskarten (diese sollten im Fahrzeug mitgeführt werden) ausgestellt. Schlussendlich kommt ein Siegel auf das Überstellungskennzeichen und die Wege in Deutschland wären hiermit erst mal erledigt

    Die Gesamtkosten für diese Aktion (Versicherung, Schilder, Bearbeitungsgebühren) liegen bei etwa 130 bis 140 Euro.

    Ich will an dieser Stelle anmerken, dass diese Dinge weitaus nicht so kompliziert sind wie sie vielleicht klingen.
    Die Ämter und Behörden in Deutschland sind sehr eingespielt und entgegenkommend und ich war jedesmal binnen einer Stunde mit allem durch.

    Kauft man bei einem größeren Händler, ist es oft schon üblich, dass dieser freundlicherweise die Beschaffung der Kurzzeitkennzeichen übernimmt und man das Auto nur noch abholen muss. Dadurch wird dem Käufer der Weg zum Amt und Schildermacher natürich erspart. Bei meinen letzten beiden Importen war das überhaupt kein Problem.


    Die Fahrt nach Österreich



    Viel Spaß Und nicht vergessen: Vignette aufkleben!!!



    Aufgaben in Österreich



    Ich habe bisher nur Audis importiert, kann daher auch nur von dieser Seite berichten, im Großen und Ganzen ist es aber bei allen Automarken das Gleiche.

    Der erste Weg ist erst mal der zum Vertragspartner des Vertrauens.
    Der deutsche Fahrzeugbrief wird dort abgegeben und am Auto wird eine Konformitätsprüfung durchgeführt (ähnlich einer §57a Überprüfung ).
    Neu zumindest bei Audi: Konformitätsprüfungen werden, wenn das Fahrzeug einen gültigen und positiven TÜV-Bericht hat, nicht mehr durchgeführt. Es wird lediglich eine §57a Überprüfung gemacht (hängt vom Alter des Fahrzeuges ab, bei KFZ unter 2 Jahren muss keine Überprüfung gemacht werden).

    Der Vertragspartner sendet die deutschen Unterlagen des Fahrzeuges gemeinsam mit denen des neuen Besitzers zum Generalimporteur (in diesem Fall Salzburg).
    Dieser stellt den Österreichischen Typenschein für das Fahrzeug aus bzw gibt diesen für den Vertragspartner online frei, was bedeutet, dass der Typenschein vom Vertragspartner auf Knopfdruck geladen und ausgedruckt werden kann. Ein großer Vorteil, da der Postweg und somit auch Zeit eingespart wird.

    Die Kosten liegen hier (zB bei Audi) bei etwa 180 Euro.



    Seit 01.01.2008: Die Genehmigungsdatenbank

    Das Fahrzeug wird vom Generalimporteur in die Genehmigungsdatenbank eingetragen und vorerst gesperrt. Das ist wichtig, da das Finanzamt nach Einzahlung von Nova & CO2 Abgabe diese Sperre aufhebt und das Fahrzeug erst dann für die Zulassung freigegeben ist. Hier ein kleines Beispiel von Sperre und Freigabe.

    Hier gibt's noch einen eventuell hilfreichen Link betreffend Genehmigungsdatenbank, mitunter einer Liste (erster Link), die alle dafür bevollmächtigten Unternehmen anführt.

    Wenn man den Typenschein oder auch Typenblatt genannt, dann endlich hat, macht man sich am besten gleich auf den Weg zum Finanzamt um dort die Nova und die CO2 Abgabe zu bezahlen.
    Hierfür werden wieder Dokumente wie Personalausweis oder Reisepass, Meldezettel, Typenschein des Autos und natürlich Geld (in bar) benötigt.
    Die Nova wird bei einem Händlerverkauf wie wie bereits erwähnt vom Nettoverkaufspreis laut Kaufvertrag berechnet. Bei einem Kauf von einer Privatperson wird der österreichische Eurotaxmittelwert als Bemessungsgrundlage verwendet!
    In der Regel geht das relativ fix - ich hab dafür noch nie länger als eine Stunde gebraucht. Kommt natürlich auch sehr aufs zuständige Finanzamt an.



    Die Nova (Normverbrauchsabgabe)



    Zum Thema Nova bekomme ich mit Abstand die meisten Anfragen. Offensichtlich ist dies ein Thema, das bei vielen Käufern oft für Unklarkeit sorgt.

    Die Nova wird wie bereits erwähnt vom Nettoverkaufspreis laut Kaufvertrag (bei Händlerverkauf) berechnet.

    !!Das heißt jedoch nicht, dass die Mehrwertsteuer beim Kauf nicht bezahlt werden muss!! (merkwürdigerweise glauben das nämlich viele Leute)

    Ausschlaggebend ist, dass die Mehrwertsteuer am Kaufvertrag ausweisbar ist. Das bedeutet aber nicht, dass sie "abgezogen" werden kann, sondern lediglich, dass sie im Vertrag angegeben wird.

    Beispiel 1:

    Ein Gebrauchtwagen um 10.000 Euro wird bei einem Händler gekauft. Die Mehrwertsteuer ist ausweisbar, dies wird auch im Kaufvertrag angegeben:

    Netto: 8.403,36 Euro
    MwSt 19%: 1.596 Euro
    =Brutto: 10.000 Euro

    Die Nova (beispielsweise 12%) kann somit vom Nettopreis berechnet werden:

    8.403,36 x 12% = 1.008,40 Euro

    Beispiel 2:

    Ein Gebrauchtwagen um 10.000 Euro wird von einer Privatperson gekauft. Die Mehrwertsteuer ist nicht ausweisbar, dies wird auch im Kaufvertrag angegeben:

    Netto = Brutto: 10.000 Euro

    Die Nova (beispielsweise 12%) muss somit vom Bruttopreis berechnet werden:

    10.000 x 12% = 1.200 Euro

    Bitte einfach den Nova-Rechner benützen, bei wahrheitsgetreuer Dateneingabe wird der Gesamtendpreis des Wunsch-KFZ sehr genau ermittelt!



    AKTUELLE NEUIGKEITEN - gilt voraussichtlich ab März 2014

    Link Nova-Rechner Änderungen Nova 2014







    Die CO2 Abgabe (seit Juli 2008 )



    24. Mai 2013

    Der unabhängige Finanzsenat hat die Bezahlung der CO2 Steuer für vor dem 30.06.2008 im übrigen Gemeinschaftsgebiet (EU) bereits zugelassenen KFZ im Lichte des EuGH-Urteils gekippt. Siehe FinDok Berufungsentscheidung vom 09.04.2013

    Es sind KEINE Co2 Malusbeträge zu bezahlen wenn

    - Der Gebrauchtwagen vor dem 30. Juni 2008 in einem EU-Staat zum Verkehr zugelassen war (Als Nachweis für die Zulassung des Fahrzeuges kann eine Zulassungsbestätigung, Kopie des Zulassungsscheines, Kopie des Typenscheines oder ein vergleichbares Dokument dienen).

    - Der Gebrauchtwagen mehr als 180 g CO2 pro km emittiert.

    - Für den Gebrauchtwagen wurde NoVA und Co2 Steuer bezahlt und keine Vergütung im Sinne des §12 NoVAG wahrgenommen.

    Fahrzeuge die vor dem 30.06.2008 in einem anderen Land als dem übrigen Gemeinschaftsgebiet zugelassen waren (z. B. Schweiz, USA) haben keinen Anspruch auf Rückvergütung der CO2 Malusbeträge.

    Update 6.6.2013 - Es ist offiziell und wurde auch nun endlich vom Finanzamt direkt veröffentlicht! Link Findok

    Die bereits bezahlte Co2 Abgabe für KFZ vor Erstzulassung Juni 2008 kann per Antrag rückgefordert werden.

    Alle weiteren Infos dazu sowie ein Musterformular zur Rückvergütung finden Sie auf www.nova-rechner.at


    Bei Neuzulassung eines Pkw ab Erstzulassung 07/2008 (sprich Gebraucht- aber auch Neuwagenkauf, unabhängig davon ob Eigenimport oder nicht) wird zusätzlich zur Normverbrauchsabgabe (NoVA) also ein Bonus bzw. Malus, je nach Abgaswerten des Pkw, fällig.


    Hier die momentan geltende Staffelung ab 1. Jänner 2013 für CO2 Bonus/Malus


    PKW von 150g bis 170g/km: Malus 25 Euro pro Gramm
    PKW von 170g bis 210g/km: Malus 50 Euro pro Gramm
    PKW ab 210g/km: Malus 75 Euro pro Gramm


    Bei Gebrauchtfahrzeugen, die bereits im übrigen Gemeinschaftsgebiet zugelassen waren, wird der Malus im Verhältnis zu Wertentwicklung vermindert - es gilt die Achtelregelung: Für jedes abgelaufene Zulassungsjahr (gilt an dieser Stelle auch für ausländische Zulassungen) wird ein Achtel des errechneten Steuerbetrages abgezogen. Mindestens ein Achtel bleibt als Steuerpflicht bestehen, unabhändig vom Alter des Fahrzeuges.



    Bonus-Malus-Regelung je nach NOx bzw. Partikel, und Alternativantriebe

    Benzin-Pkw max. 60mg NOx/km: Bonus 200,-
    Diesel-Pkw max. 80mg NOx/km und Partikel max. 0,005g/km: Bonus 200,-
    Alternativantriebe: Bonus 500,- (gegen gerechnet mit dem tatsächlichen Abgasverhalten; gilt für: Hybrid, E85, Erdgas, Flüssiggas, Wasserstoff)
    Bonusbetrag insgesamt: max. 500,-. Malusbeträge unbegrenzt.



    Formular Nova 2 - ist am Finanzamt abzugeben: Formular Normverbrauchsabgabe

    Achtung - UPDATE 19.07.2011 - ich war heute nach etwas längerer Zeit wieder mal am Finanzamt Wien um die Nova für ein importiertes KFZ zu entrichten und muss (leider eher ärgerliche) Neuigkeiten berichten: vom Gesamtbetrag NOVA und CO2 Abgabe sind nun zusätzlich 20% MwSt zu entrichten!! Dieses Gesetz gilt seit März 2011!

    Somit gilt:
    NOVA + Co2 Abgabe = xxx + 20% MwSt = fälliger Betrag ans Finanzamt


    Nach Einzahlung der Nova und CO2 Abgabe schaltet das Finanzamt wie bereits erwähnt das Fahrzeug in der Genehmigungsdatenbank frei. Eine Quittung über die bezahlte Nova wird ausgestellt. Wenn das alles geschehen ist, kann das Auto schlussendlich angemeldet werden.

    Einige Tage bis Wochen nach der Einzahlung der Nova flattert ein Kontoauszug des Finanzamtes ins Haus. Im Normalfall steht der Kontostand bei 0,00 Euro. Als Privatperson bekommt man bei jedem einzelnen Auto eine neue Steuernummer.


    Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben und wünsche Euch viel Spaß beim Importieren sowie viel Freude am neuen Auto und eine unfallfreie Fahrt!

    Alle Angaben ohne Gewähr!
    Es handelt sich hier um persönliche Erfahrungsberichte, mit denen ich Euch diverse Fragen beantworten und einen eventuellen Fahrzeugimport erleichtern möchte!


    Es sind trotzdem noch Fragen offen?
    Oder Sie benötigen Hilfe beim Eigenimport?
    Sie erreichen mich über das Kontaktformular oder besuchen Sie meine Diskussionsrunde auf Facebook! Auch Ihre persönlichen Erfahrungsberichte sind hier gern gesehen! Einfach zur Gruppe beitreten und mitdiskutieren!

    Es kommt leider sehr oft vor, dass ich mit einer Finanzbeamtin verwechselt werde - ich bekomme fast täglich Mails von Leuten, die mich um eine genaue Berechnung inkl. Aufschlüsselung bitten.
    Nachdem wir ja jetzt einen ganz tollen Novarechner haben, sollte es bei der Berechnung aber mittlerweile keine Probleme mehr geben
    Wenn ich die Arbeit jedesmal selbst machen würde, hätte ich längst schon einen neuen Fulltimejob


    Wenn Ihr den Eigenimport-Leitfaden unterstützen wollt, könnt Ihr mich aber gerne auf einen virtuellen Kaffee einladen